CC-HABITALP Veränderungskartierung

CC-HABITALP Veränderungskartierung

Vorletzte Woche durfte unser Mitarbeiter Mario Lumasegger ein spannendes Projekt vorstellen, das wir im Auftrag des Nationalparks Hohe Tauern umgesetzt haben. Im Mittelpunkt stand die Habitat- und Veränderungskartierung mithilfe modernster 3D-Technologie. Untersucht wurden die Gebiete Seebachtal, Innergschlöß und Sulzbachtäler auf einer Fläche von rund 157 km² anhand stereoskopischer 3D-Luftbilder aus den Jahren 1998 und 2022.

Zur Anwendung kam die Methode Check of the Habitats of the Alps (CC-HABITALP). Diese innovative 3D-Technologie ermöglicht die dreidimensionale Auswertung von Landschaften mithilfe stereoskopischer Luftbilder. Geländeformen, Höhenunterschiede und Vegetationsstrukturen können präzise erfasst und digital vermessen werden. Dadurch werden selbst kleinste Veränderungen sichtbar, ganz ohne aufwendige Geländearbeit.

Die Methode CC-HABITALP zeigt eindrucksvoll, wie dynamisch alpine Lebensräume sind:

❄️ massiver Gletscherrückgang

🌡️ deutliche Klimawandelfolgen

🌊 Murgänge, Lawinen und Erosion

🌲 Unterschiede zwischen genutzten und nahezu unberührten Landschaften

Während die Sulzbachtäler vor allem die Dynamik natürlicher Prozesse zeigen, sind im Seebachtal zusätzlich die Einflüsse von Forst- und Almwirtschaft erkennbar. Das Innergschlöß verbindet beide Faktoren und macht die Vielfalt der Landschaftsveränderungen besonders sichtbar.

Die hochaufgelöste 3D-Kartierung liefert eine wichtige Grundlage für Monitoring, Forschung und Naturraummanagement. Sie hilft dabei, Veränderungen langfristig zu verstehen und die alpinen Lebensräume im Nationalpark Hohe Tauern zukunftsorientiert zu schützen.

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